Wer ist Jeff Cooper

John Dean «Jeff» Cooper (10. Mai 1920 bis 25. September 2006) war ein US-amerikanischer Schusswaffenexperte und studierte zudem Politikwissenschaft und Geschichte. Er gilt als Begründer der modernen Pistolen-Schiesstechniken. Jeff Cooper war Marine Lieutenant Colonel, der sowohl im Zweiten Weltkrieg als auch im Korea-Krieg diente. 1956 schied er aus dem Militärdienst aus.
Er erdachte und entwarf die Bren Ten-Pistole und die 10-mm-Auto-Patrone. Sein zweiter grosser Beitrag zum Schusswaffendesign war das sogenannte Scout Rifle. Diese Repetiersystem-Karabiner waren typischerweise im .30-Kaliber (7,62 mm), mit einer Waffenlänge unter einem Meter und einem Gewicht von unter 3 Kilogramm, mit offener und optischer Visierung, und ausgestattet mit kombinierten Trage- und Schiessriemen, und fähig, manngrosse Ziele auf 450 Meter Entfernung mit offener Visierung zu treffen. Üblicherweise haben diese Gewehre Zielfernrohre mit grossem Augenabstand, die weiter vorn montiert sind als bei gewöhnlichen Gewehren, um ein schnelles Nachladen nicht zu behindern.

„… ein Allzweckgewehr ist eine in geeigneter Weise tragbare, individuell benutzte Waffe, die fähig ist, einen einzelnen entscheidenden Schlag auf ein aktives Ziel von bis zu 200 kg Gewicht auszuführen, auf jede Distanz, auf die der Schütze mit der nötigen Präzision einen Schuss auf einen tödlichen Zielbereich abgeben kann.“

… so definierte Jeff Cooper sein Ziel

Scout Rifle Charakteristik
nach Jeff Cooper

Bolt-Action | Repetierer

Cooper didn’t specify any particular style of bolt-action, as long as the action was reliable and operated smoothly.
Cooper spezifizierte keine bestimmte Art des Repetierers, solange die Mechanik zuverlässig und reibungslos funktionierte.

Weitere Vermächtnisse …

… die vier Sicherheitsgrundregeln

Cooper prägte die heute noch gültigen vier Grundregeln der Schusswaffensicherheit:

  1. Alle Schusswaffen sind immer geladen. Selbst wenn sie es nicht sind, betrachte sie als wenn sie es sind.
  2. Richte niemals die Mündung auf etwas, das Du nicht zerstören möchtest. (Für Fälle, in denen die Waffe ungeladen zu sein scheint, siehe Regel 1.)
  3. Halte den Finger abseits des Abzugs, bis die Visierung klar auf das Ziel ausgerichtet ist. Dies ist die goldene Regel. Der Verstoss dagegen ist die Hauptursache für ungewollte Schussabgaben.
  4. Identifiziere das Ziel und den Hintergrund. Schiesse nicht auf etwas, das Du nicht sicher identifiziert hast.

… der «Cooper Color Code»

Der wichtigste Punkt, einer tödlichen Konfrontation zu begegnen, sind laut Cooper weder die Waffe noch die Kampftechnik, sondern die Gefechtsbereitschaft, wie er in seinem Buch Principles of Personal Defense beschreibt. Der Farbcode (Cooper Color Code) hatte nichts zu tun mit taktischen Situationen oder Alarmstufen, sondern vielmehr mit dem Status der eigenen Aufmerksamkeit. Wie Cooper lehrte, bezieht sich dies auf den Grad der Gefährdung der man begegnen möchte, um auf die bestehende Situation angemessen zu reagieren. Cooper beanspruchte nicht, dies erfunden zu haben, jedoch war er offenbar der erste, der dies als Hinweis auf eine Denkweise formulierte.